Warum Datenschutz echt cool ist

Datenschutz hat ein Image-Problem.
Er wird missverstanden, dabei möchte er Ihnen nur helfen.
Er möchte verhindern dass “alle” mit Ihren Daten machen was sie wollen. Sie erheben, sammeln, verkaufen, auswerten und benutzen.
Ihre Daten werden gebraucht, um zu sehen was Sie mögen, wofür Sie Sich interessierst, wen Sie unterstützen, welche Probleme Sie durchleiden und wann Sie dies alles tun.
In erster Linie geht es darum, Ihnen das passende Angebot zu machen.
Klingt erst mal nicht schlimm?


Hm….
Sie sehen andauernd Anzeigen und Bilder von hübschen Dingen, die ja so gut zu Ihnen passen. Also kaufen Sie. So sammeln sich immer mehr Sachen an. Auch Sachen die Sie nicht brauchen.
Denn wenn wir ehrlich sind – Wie oft kaufen wir etwas aus der Werbung weil wir es brauchen?
So gut wie nie. Wir kaufen diese Dinge weil sie uns ansprechen, genau unseren Geschmack treffen, weil sie gerade so günstig sind.
Das ist nicht nur schlecht für Ihren Kontostand, sondern auch für unser Klima.
Wissen Sie wieviel CO2 durch Kleidung entsteht? Wissenschaftler der Uni in Manchester sprechen von 200 t / Jahr pro Kopf in der westlichen Welt. Das ist aber nicht das einzige Problem. Gewässer werden verschmutzt, Wald abgeholzt. Da gibt es viel zu sagen…z.B. von Greenpeace.

Um es kurz zu machen: Weniger Konsum ist eine Lösung.

Weitere denkbare Anwendungsbereiche unserer Daten vor denen uns der Datenschutz schützt:

Auswertungen durch die Krankenkassen:

Wer mehr Sport treibt, sich gesund ernährt, in einer stabilen glücklichen Beziehung lebt, muss in Zukunft weniger zahlen, als der, der faul Kartoffelchips vor dem Fernseher isst.

Ihre Daten könnten ohne Datenschutz auch von Arbeitgebern und jedem Kollegen ausgewertet werden. Irgendwo im Netz würde sich auch Ihr Arbeitsvertrag finden mit der Höhe Ihres Gehaltes.

Ohne Datenschutz gäbe es Firmen die Anfragen nach dem Profil eines Menschen – gegen Geld – beantworten würden.
Auch Anfragen nach Ihren sexuellen Vorlieben wäre leicht zu klären. Grundlage wäre hier Ihr Kaufverhalten, aber auch die von Ihnen aufgerufenen Webseiten, die Fotos die Sie Sich bei Instagram oder Facebook angesehen haben etc.

Schon ein bißchen gruselig – oder?
Wir sollten froh sein, dass wir hier in Europa eine so gute Datenschutzgrundverordnung haben, die unsere Privatsphäre schützt und uns das Grundrecht auf informelle Selbstbestimmung sichert.
Dieses Grundrecht ist so wichtig, damit wir uns frei entfalten können. Wenn wir uns beobachtet fühlen, verhalten wir uns anders.

Wollen Sie mehr über das Thema wissen?

Max Schrems ein Jurist aus Österreich, hat sich mit Facebook & Co angelegt. Er hat dann die Organisation NOYB gegründet die sich mit Datenschutzverstößen weltweit befasst.

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